Gefässkrankheiten in Essen

Lasertherapie der Krampfadern mittlerweile fest etabliert – 1700. Laser in Essen

Nachdem vor knapp fünf Jahren die Praxisklinik für Gefäßkrankheiten die erste Lasertherapie von operationswürdigen Krampfadern in Essen durchgeführt hat, hat sich die Methode mittlerweile ihren festen Platz in der Krampfadertherapie gesichert.

Vor fünf Jahren noch mit viel Skepsis betrachtet, sind die Vorteile der Laserbehandlung von Krampfadern heute auch den Kritikern der Methode deutlich geworden: Die geringere Invasivität (Gewebeverletzung), der überzeugende kosmetische Vorteil und nicht zuletzt die daraus folgende viel schnellere Erholung und Wiederherstellung der Einsatz- und Arbeitsfähigkeit (jeweils im Vergleich zur Standardmethode „Stripping“) sprechen für sich. Dabei gelingt der Verschluß der kranken Vene mindestens genauso zuverlässig, als wenn man sie herausziehen würde („Stripping“).

Die Praxisklinik für Gefäßkrankheiten in Essen hat ihre Vorreiterstellung dabei weiter ausgebaut. Schon vor fünf Jahren war die Praxisklinik unter den ersten in Deutschland, die den Laser ambulant eingesetzt haben. Mittlerweile wurde mit viel Interesse die 1600. Laser-OP von Krampfadern gefeiert.

Parallel wurde mit Unterstützung der Barmer Ersatzkasse eine Untersuchung an 500 Patienten durchgeführt, in der der Faktor „quality of life“ im Vergleich zur Standardmethode „Stripping“ untersucht wurde.

Dabei zeigte sich, dass die mittels der Schulnoten „sehr gut“, „gut“ und „befriedigend“ geäußerte subjektive Patientenzufriedenheit bei beiden OP-Verfahren in etwa gleich groß ist (Stripping: 97 %, Laser 94 %). Beeindruckend dagegen sind die Zahlen zur Dauer der Arbeitsunfähigkeit. 55% der gestrippten Patienten benötigen 12 oder mehr Tage zur Wiederaufnahme ihrer normalen Tätigkeit, dagegen nur 6% bei den laser-operierten Patienten. Im Umkehrschluss gehen nur 15% der gestrippten Patienten nach 4 oder weniger Tagen wieder arbeiten, aber 52% der laser-operierten Patienten.

Dies belegt die enormen volkswirtschaftlichen Vorteile der Laseroperation, auch wenn dieser Vorteil bedauerlicherweise ungenutzt bleibt, da die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall während der ersten sechs Krankheitswochen durch den Arbeitgeber und nicht durch die Krankenkasse erfolgt.

Die Summe der aus Patientensicht empfundenen Komplikationen (Schmerzen, Blutergüsse u.a.) ist beim Laser als minimal invasiver Operation erwartungsgemäß sehr klein (11%), allerdings beim Strippen auch nur unwesentlich höher (16%, eigene Zahlen).

Im Hinblick auf die Wiedereröffnung eines gelaserten Gefäßes sind die Erwartungen seit der ersten LaserOP erfüllt worden: Nach 18 Monaten waren 92 % der gelaserten Venen dauerhaft verschlossen. Die Beobachtungsphase über 5 und 10 Jahre läuft. Um eine Aussage über den Vergleich zum „Stripping“ zu erhalten, müssen die Ergebnisse dann mit der Häufigkeit der Wiederauftretens von Krampfadern nach „Stripping“ verglichen werden. Diese Zahlen liegen in der Fachliteratur vor und zeigen, dass – je nach Erfahrung des Operateurs – 15 % bis 70 % der operierten Patienten nach 10 Jahren wieder Krampfadern an derselben Stelle haben.

Die Lasertherapie von Krampfadern stellt zweifellos ein besonderes Merkmal der Praxisklinik für Gefäßkrankheiten in Essen dar. Allerdings, so Dr. Michael Offermann, Chirurg und Laserspezialist in der Praxisklinik, „… ist der Laser kein Selbstzweck, sondern eine unter mehreren Behandlungsmöglichkeiten. Ich halte es für ganz wichtig, die Methode, die für den einzelnen Patienten am besten geeignet ist, herauszufinden. Das geht natürlich nur, wenn man mehrere Methoden kennt und anbietet. Auf jeden Fall ist man da gut aufgehoben, wo eine Methode dann auch häufig und routiniert durchgeführt wird.“

Die Praxisklinik bietet aus diesem Grund regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte zum Thema „Lasertherapie von Krampfadern“ an. Viele Patienten entscheiden sich aufgrund der Vorteile für die Laseroperation und tragen die Kosten selbst. Auch Firmen, die Wert auf schnelle Wiedereinsatzfähigkeit ihrer Mitarbeiter legen oder Selbständige zählen regelmäßig zu den Laserpatienten.

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