Carotisstenose, Schlaganfall
Definition
Ein Schlaganfall ist Folge einer akuten Mangeldurchblutung des Gehirns. Als Ursache können zum Beispiel verschleppte Gerinnsel aus dem Herzen oder einer Verengung der Halsschlagader in Frage kommen. Diese akute Mangeldurchblutung führt dann zur Schädigung von Gehirnanteilen mit typischen Ausfallerscheinungen.
Symptome
Zwar kann ein Schlaganfall (Apoplex) auch ohne Vorzeichen auftreten, jedoch gibt es im Vorfeld häufig Warnzeichen, die man unbedingt beachten sollte: flüchtige Sehstörungen, Flimmern (Amaurosis fugax). Ebenso Sprachstörungen, Lähmungserscheinungen an Armen und / oder Beinen oder heftige Kopfschmerzen. Diese Warnzeichen sollten zwingend eine weiterführende Untersuchung beim Gefäßarzt zur Folge haben.
Diagnostik
Die Diagnostik beinhaltet neben einem körperliche n Untersuchungsbefund das Abhören der Halsschlagadern auf sogenannte Strömungsgeräusche. Hieran schließt sich eine Farb-Ultraschalluntersuchung (Duplex) an (s. Abbildung 1).
Sollte in einzelnen Fällen eine Ultraschalluntersuchung nicht ausreichend sein, kann ergänzend eine Röntgenaufnahme erforderlich sein.
Hochgradige Engstelle („Stenose“) an der linken Halsschlagader (Arteria carotis) mit deutlicher Beschleunigung des Blutflusses
Therapie
Neben einer begleitenden medikamentösen Therapie gibt es grundsätzlich 2 Methoden die Engstelle zu erweitern: 1.) durch eine Operation, in der die Verkalkung „ausgeschält“ wird oder 2.) durch eine innere „Gefäßstütze“, den sog. Stent. Welches von beiden Verfahren für den Patienten geeignet ist, muss im Einzelfall entschieden werden.
- www.schlaganfall-hilfe.de
- http://www.gefaesschirurgie.de (Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie)



